Manche unserer Weiterbildungsteilnehmenden stellen die
Frage, wie sie denn eine Reflexion von Präsenz im Alltag umsetzen könnten und
sehen sich einer großen Herausforderung ausgesetzt.
Liebe Alle,
der gewaltlose Widerstand (Nicht-Gewalt) basiert auf der inneren Entschiedenheit, die eigenen Überzeugungen im eigenen Alltag und an der Stelle, wo wir uns gerade befinden, kundzutun, für die Verbundenheit miteinander einzustehen.
Manche unserer Weiterbildungsteilnehmenden stellen die
Frage, wie sie denn eine Reflexion von Präsenz im Alltag umsetzen könnten und
sehen sich einer großen Herausforderung ausgesetzt.
Dort, wo Menschen Verantwortung für Beziehung und Erziehung tragen – als Eltern, pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte oder Führungskräfte – entstehen Situationen von Druck, Konflikt und Verunsicherung.
Im Verständnis der Systemischen (Neuen) Autorität gründet Autorität nicht auf Unfehlbarkeit.
Sie gründet auf Präsenz.
Dabei geht es um Selbstverantwortung, Transparenz und Beharrlichkeit in Beziehung.
In sozialen Systemen – Schule, Jugendhilfe, Organisationen – entsteht erstaunlich oft Druck, sofort etwas sagen zu müssen. Führungskräfte sollen Stellung beziehen, Eltern fordern Antworten. „Sprachproduktion“ wird dann leicht mit Kompetenz verwechselt.
Dieses Zitat berührt einen Kern unserer Arbeit mit Systemischer Autorität.
Wenn wir sagen „Ich habe keine Zeit“, treffen wir – nüchtern betrachtet – eine Priorisierungsentscheidung. Zeit ist in Organisationen eine der Formen von Führung. Wofür wir Zeit einsetzen, markieren wir als bedeutsam.
Der Satz von Nietzsche kann als Einladung gelesen werden: neugierig auf andere Wirklichkeiten zu bleiben. Denn wir erleben die Welt erstaunlich oft aus einem bestimmten Ausschnitt heraus. Wenn uns das bewusst bleibt, kann Unterschiedlichkeit weniger trennen und eher erweitern.